Setze auf eine konzentrierte Basis: Pilze, Zwiebeln, Knoblauch kräftig anrösten, mit Wasser oder Gemüsebrühe ablöschen und langsam reduzieren. Ein Streifen Kombu oder Norialgen, wenn verträglich, bringt Meerestöne ohne Fisch. Abschließend mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft justieren. Diese Essenz verwandelt einfache Pastasaucen in komplexe Begleiter, ersetzt dunkle Fertigsaucen und lässt sich einfrieren. Wer Algen meidet, nutzt stattdessen getrocknete Tomaten und balsamische Reduktion für ähnlich tiefe, runde Noten.
Röstaromen liefern den Kern, Säure hebt, Süße rundet. Brate Gemüse dunkel, aber nicht bitter, lösche mit Apfelessig oder Zitronensaft ab und balanciere mit einer Prise Zucker oder Dattelsirup. Ein Spritzer geröstetes Sesamöl wäre klassisch, doch bei Sesamallergie weglassen und durch neutrales Öl plus geräuchertes Paprika ersetzen. Mit Lorbeer und Pfefferkörnern ziehen lassen, dann abseihen. Dieser Dreiklang macht einfache Pfannengerichte tiefgründig und hält die Zutatenliste verträglich überschaubar.
Kartoffel- und Tapiokastärke binden schnell und glänzen schön, Maisstärke bleibt neutral. Für kalte Saucen oder Gelees sind Pektin und Agar ideal. Stärke immer in kalter Flüssigkeit anrühren, dann in die heiße Sauce geben, kurz kochen, damit sie nicht mehlig schmeckt. Agar benötigt kurzes Sprudeln, um zu gelieren. Teste kleine Mengen, um die bevorzugte Viskosität zu treffen. So erhältst du Löffelglanz und Stand, ganz ohne Sahne oder Ei.